Duo Grunow/Schippel

Bei Hubert Grunow (Tenor) und Matthias Schippel (Piano) können Sie z.B. Kunstliederzyklen J. Brahms, Zigeunerlieder; R. Schumann, Dichterliebe, Liederkreis; das Soloprogramm: "Lets go gospel" - Inspirierende Gebetslieder der schwarzen Bevölkerung unserer Erde; hebräische und jiddische Lieder (s. Plakat u. Pressetext)... und jede Menge Jazz-Impros hören. Auf Wunsch mit special guest: Hermi Stracke, Jazz-Vocals. "Der Gänsehauteffekt "(Klassischer Tenor und schwarze Jazzstimme), Kölner Stadtanzeiger.

Einfach mal reinhören?

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Plakat Shalom-Konzert Neuwied 2010
Pressetext zum Shalom-Konzert
Anzeigen-Echo 4/2005

Pressekritiken:

Der Rebbe hatte Lust zu tanzen - Hebräisch-jiddische Lieder und Geschichten zu Gehör gebracht

von Sylvia Schmidt

Windeck: Einer Fata Morgana gleich, schien ein heißer Wüstenwind Bilder aus den steinernen Gassen einer der ältesten Städte der Welt, aus Jerusalem, in die nahezu vollbesetzte evangelische Johanneskirche in Dattenfeld zu wehen. Es war das sehnsüchtige Rufen zum 'Adonai Jerusalem' des Windecker Tenors Dr. Hubert Grunow, geerdet mit dem tiefen Klang der Djembe, vom jungen Nicolas Schippel geschlagen. Quicklebendig spielte zur Eröffnung des Hebräisch-jiddischen Klezmer-Konzertes Richard Wegmann dazu auf der Klarinette.

Das Markenzeichen von Grunows 'Sommerfestspielen' sind seit vier Jahren die Themenkonzerte an wechselnden Orten innerhalb der Gemeinde mit unterschiedlicher Besetzung. Nach vorangegangenen Vorstellungen mit Chansons, Swing und Volksliedern überzeugte der Sänger einmal mehr beim vierten der insgesamt acht Windecker Sommerabendkonzerte mit einem komplett anderen Repertoire. Diesmal widmete Grunow, der selbst den Doktortitel der katholischen Theologie trägt, sein Konzert dem hebräischen Gesang und der Festtagsmusik der osteuropäischen Juden.

Ein fröhliches 'Jam tiri tiri tam' singt man den Freunden beim Bar-Mizwa-Fest. Schnelle Stimmungswechsel vom verzweifelten Seufzen bis zu überbordender Freude gehören zur Musik des seit Jahrtausenden bedrängten Volkes. Matthias Schippel begleitete zu diesen Höhen und Tiefen sicher am Klavier. Um einen Einblick in den feinen jüdischen Humor zu geben, las die Windeckerin Birgit Amelsberg zwischendurch chassidische Geschichten vor. Ein wenig an den Paradiesgarten erinnerte 'Ein Abend von Rosen', ein poetisches Sprech- und Gesangsduett der beiden. Voller Temperament und Spiellust ließ Grunow diesen besonderen Abend mit überbordender Freude zu Ende gehen, er sang und drehte sich zum 'Der Rebbe hat schon wieder Lust zu tanzen', und das Publikum amüsierte sich köstlich.

(Rhein-Sieg-Rundschau vom 31.08.2007, Nr. 202, S. 50)

Resonanzen

Bis es zum Schluß keinen mehr auf den Plätzen hielt

Anlässlich der Einführung unseres neuen Presbyteriums am 4. März 2012 in der Kirche "Zum Frieden Gottes", Bergisch Gladbach, luden wir am Abend zu einem Festkonzert ein.

Hubert Grunow – Tenor

Matthias Schippel – Klavier

entführten uns in die Welt der hebräisch, jüdischen Lieder.

Wir erlebten einen genussvollen Abend, der anfangs leise und melancholisch daher kam, dann zunehmend fröhlicher und mitreißender wurde, bis es zum Schluss keinen mehr auf den Plätzen hielt und fasst alle mittanzten.

Die gut aufeinander abgestimmten Musiker unterhielten nicht nur mit anspruchsvoller Musik, sondern führten uns mit Geschichten, Gedichten und Anekdoten in den jüdischen Humor ein.

Das Presbyterium

„Tewje der Milchmann“ in der Friedenskirche in Schladern

Beim 13. Friedenskirchenkonzert am Samstag, dem 24.03.2018 tanzte das Publikum am Schluss zusammen mit dem Tenor Hubert Grunow zu den Klängen aus „Anatevka“ und zu „Bei mir biste scheen“.

Doch von Anfang an: Frieder Döring begrüßte die Gäste im Namen des Ev. Kirchbauvereins Schladern und kündigte dankbar den allseits bekannten und auch hier schon aufgetretenen Opernsänger Hubert Grunow und den Waldbröler Pfarrer und Pianisten Matthias Schippel an mit ihrem hebräisch-jiddischem Liederprogramm „Shalom“...

Jetzt begannen die Musiker mit ihrem ersten Konzertteil, in dem die ernsteren und teilweise sakralen aber auch sehr lyrischen hebräischen Lieder den Vorrang hatten, unterbrochen von deutschen Übertragungen und von Texten zum Sabbat und anderen religiösen Feiern. Dabei ahmte Hubert Grunow die jüdischen Kantoren nach und durchschritt mit seiner auch ohne Verstärkung raumfüllenden Stimme die ganze Friedenskirche...

Im anschließenden zweiten Teil des Konzertes standen die jiddischen Lieder und zunehmend mehr die lustigen und tänzerischen im Vordergrund, wie „Und as der Rebbe danzt…“, in die das Publikum von Hubert Grunow immer stärker mit einbezogen wurde vom Mitsummen übers Mitsingen zum Mitklatschen und schließlich Mittanzen, sodass bei der Zugabe mit „Bei mir biste scheen“ schließlich der ganze Kirchensaal auf den Beinen und in Bewegung war! Außerdem war auch kein Auge mehr trocken vor Lachen durch die herrlichen jiddischen Witze, die Hubert Grunow dazwischen las und erzählte: Der Rabbi erzählt seinen Schülern ein Beispiel von Gottes Macht: Da findet ein Holzfäller in Galizien ein schreiendes Baby im Wald. Nimmt er es mit in seine Hütte und ruft Gott um Hilfe an, da er nicht weiß, wie er es füttern soll. Gott hilft ihm prompt und lässt ihm Brüste wachsen, aus denen die Milch schon tropft. Und so kann er das Baby sofort stillen. Da fragt ein Schüler: Rabbi, Gott kann doch alles. Warum hat er dem Holzfäller nicht 20 Golddukaten geschickt, damit er damit eine Amme bezahlen konnte? Der Rabbi wiegt den Kopf hin und her und antwortet nach ein paar Minuten: Falsch! Warum soll Gott ausgeben Bargeld, wo er kann lösen Problem mit ain kleines Wunder!

Man fiel sich am Schluss beinahe vor Freude in die Arme, wie schon öfters in der Friedenskirche!

Frieder Döring