Das Herz berührt

 

Sonntägliche Festmusik bei den 9. Windecker Sommerabendkonzerten

 

Nach einem regnerischen Tag öffnet sich der Himmel pünktlich zur Konzertstunde. Abendsonne und Festtagsmusik eifern im Wettstreit, wer wohl schöner das Lob des Schöpfers preisen könne. Je intensiver die warmen Strahlen den Siegtaldom erleuchten, um so eindringlicher schwillt und hebt sich drinnen die Musik.  Barockmusik vom feinsten erfüllt die Halle: "Wassermusik", die heute zu Händels beliebtesten Orchesterwerken zählt, klingt imposant aus den Hörnern des „Bergischen Waldhornoktetts“. Mit G. F. Händels Duett „Komm, süße Freiheit“ betreten die Konzertsänger, Marianne Haupt (Mezzo) und Hubert Grunow (Tenor), die Kirche vom Hauptportal her. Zur edlen Musik von Geige, Harfe, Flöte und Flügel eröffnen sie den musikalischen Abendreigen. Zum Gesang übernimmt Hubert Grunow auch den sprechenden Part: eine stimmige Moderation des Abends mit ausgesuchten, vertiefenden Versen des Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe. In wundervollen Arien und Duetten der romantischen Literatur: z.B. Mendelssohn-Bartoldy, „Ich wollt, meine Lieb ergösse sich“ und „Denn in seiner Hand ist, was die Erde bringt“, wechselt Vocalmusik mit Instrumentalmusik wie dem „Pilgerchor“ aus Wagners Oper Tannhäuser (Hörner), Carola Pinders (Harfe) eigene Komposition „Prière“ und Ferdinand Ries’ (Violine) Interpretation der „Meditation“ aus Massenets Oper ‚Thais’. Der junge Künstler aus Rosbach gewinnt mit Charme und schon beachtlicher Fertigkeit die Gunst eines großen und interessierten Publikums dann noch einmal mit der unbegleiteten und wilden „Obsession“ von Ysaye.

Der Abend ist eben nicht immer nur die Zeit seliger Ruh’, sondern auch ist Schlafes Bruder der Tod. Im „Dies irae, dies illae“ – Motiv, im von allen mitgesungenen Eichendorff-Lied „O Täler weit, o Höhen“ und auch in Goethes „Wanderers Nachtlied“  schwingt  bei aller Gewissheit auch der Schmerz mit. Im Konzert wurde die Seele so feierlich erhoben, in ihre Grenzen gesetzt, in ihren Abgrund begleitet und endlich in ihre Auferstehung.

 

Das österliche Finale hob an mit archaischen Klängen aus Alfons Gaisbauers (Leiter des Hörneroktetts) Alphorn zum Waldhornchor des „Amazing grace“. Das „Jerusalem“ von Adams bot das Trio Celeste (Haupt, Grunow und Dörte Behrens am Flügel) so klanggewaltig und schön, dass es nur noch von der von allen mitgesungenen Elgar- Hymne „Klänge der Freude“ überboten werden konnte. Gewachsene Gänsehaut verteilte sich weithin bei Humperdincks „Abendsegen“. „Klassik im Siegtaldom“ war versprochen worden und wurde eingehalten! Ein Konzert voller Können, Zärtlichkeit, Demut vor der Musik, Liebe und Andacht endete mit minutenlangem Beifall und standing ovations. (Infos www.grunow-tenor.de )

(Mitteilungsblatt für die Gemeinde Windeck)

Resonanzen

Furiose Barockmusik im Siegtaldom

Der Siegtaldom war sehr gut besucht, als Hubert Grunow mit seinen Musikerfreunden am Sonntagnachmittag zum 9. Windecker Sommerabendkonzert aufspielte.

Dieses Mal hatte er neben der Mezzosopranistin Marianne Haupt weitere Instrumentalisten eingeladen.
Harfenmusik im Siegtaldom, das ist ein besonderer Genuss.
Die himmlischen Klänge von Carola Pinders Harfenmusik erfüllten den Siegtaldom und brachten das Publikum zum Staunen. Furios, wie der junge Ferdinand Ries mit seiner Geige Eugène Ysayes Obsession vortrug. Als der letzte Ton verklang, wurde es im Dom für einen langen Moment muksmäuschen still, bevor sich das Publikum mit begeistertem Applaus für die Musik bedankte.
Ungewöhnliche, aber durchaus passende Töne brachte das bergische Waldhorn-Oktett mit Alfons Gaisbauer in den Dom. Sein Waldhornsolo überzeugte mit der wunderschönen Melodie von Amazing grace.

Und nicht zu vergessen die beiden Sänger: Die Mezzosopranistin Marianne Haupt vom Trio Celeste und Hubert Grunow ergänzen sich musikalisch hervorragend und boten den Zuschauern ein beeindruckendes Repertoire dar.

Der Nachmittag war aber nicht nur zum Zuhören da. Hubert Grunow gelang es wieder, die begeisterten Zuhörer zum Mitsingen zu animieren. Für einige bekannte Stücke verteilte er Texte, so dass die Kirche bei Humperdincks Abendsegen nur so vor Freude und Stimmen hallte. Ein absolut gelungener Nachtmittag. Danke! Gabi G.

 

Lieber Hubert,
gerne noch denke ich an das schöne Konzert in der Dattenfelder Kirche. Die Rückmeldungen aus dem Publikum in den Tagen danach, die mich auf der Straße ansprachen, war überwältigend. Einige, die mich ansprachen, hatten im Nachhinein von dem Konzert begeistert erzählen gehört.
Nun hast du ja noch einiges vor dir, dafür wünsche ich dir natürlich genau solch einen guten Erfolg.

Angela R.

Sommerabendkonzert am 8.Juli 2012

Dieses Konzert war von Anfang bis Ende einfach wunderbar. Hubert Grunow hat in seiner bewährten Art mit viel Gefühl den Bogen von klassischer Barockmusik bis hin zur modernen klassischen Musik gespannt. Alle Akteure haben ihr hervorragendes Können mal wieder unter Beweis gestellt. Es war einfach schön zu sehen,mit welcher Freude der Geiger Ferdinand Ries und auch die Harfenistin Carola Pinder auftraten. Gleiches kann man auch vom „Bergischen Waldhorn-Sextett und natürlich von Alfons Gaisbauer sagen, der u.a. auch dem Alphorn so tolle Töne entlocken konnte. Schön war es auch, dass Marianne Haupt (Mezzo) wieder auftrat und gemeinsam mit Dörte Behrens am Flügel und Hubert Grunow (Tenor) das „Trio Celeste“ bildete und alle drei mit ihren Vorträgen so manches „ Gänsehautgefühl „ auslösten, vor allem beim Lied über Jerusalem, der heiligen Stadt, und beim Abendsegen aus 'Hänsel und Gretel'.

Es hat uns auch gefreut, dass so viele Besucher gekommen sind und nach dem Konzert die Gelegenheit zur Begegnung mit den Künstlern und zum Plaudern genutzt haben. Dieses Konzert wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Hildegard u. Karl-Heinz Krüger