Zuschauer-Resonanzen der 11. Windecker Sommerabendkonzerte 2014

Spannende Entspannung

Aber selbst wenn es ein „Singing in the rain“ geworden wäre, der guten Laune des Publikums hätte es keinen Abbruch getan. Denn die Instrumentalisten und Vokalisten, die sich bei den 11. Windecker Sommerabendkonzerten verbündet hatten, so geschehen am 27. Juli 2014 in Dattenfeld, beeindruckten durch Klangkünste, die man mit spannender Entspannung umschreiben könnte. Entspannend, weil die Musiker ihr Metier beherrschten und mit scheinbarer Mühelosigkeit agierten. Spannend, weil man immer wieder mit Überraschungen konfrontiert wurde. So wartete Paul G. Ulrich, der (Kontra-)Bassist der unter dem Label „Jazzin'Fusion“ auftretenden Band, mehrfach mit Gesangseinlagen auf, etwa mit dem Jazzstandard „I’ve found a new baby“. Zudem imponierte Ulrich, der viele Jahre in der Combo von Paul Kuhn aufgetreten ist, immer wieder durch den Gebrauch des Bogens, der seinem „schweren“ Instrument Leichtigkeit verlieh. Hinter all dem standen seine KollegInnen aber keineswegs zurück. Ihnen ist insgesamt eine von innen kommende Musikalität und handwerkliche Souveränität zu bescheinigen: so dem Posaunisten und Bandleader Joachim Tillmanns und dem Schlagzeuger Michael Bremges (beide aus der Schweiz kommend), so dem Trompeter Marco Kirschbaum, dem Saxofonisten Stefan Aschenbrenner, dem Pianisten Hansmartin Kleine-Horst und dem Gitarristen Wolfgang Scheelen, der durch seine virtuos geblasene Mundharmonika begeisterte.

Der Focus des Auditoriums war gleichwohl nicht zuletzt auf die „Gast-Vokalisten“ von „Jazzin'Fusion“ gerichtet: die vielseitige Hermi Stracke, die „Lullaby of Birdland“ samtig-sanft interpretierte, jenen 1952 entstandenen Oldie, hinter dem sich eine Widmung an den großen Jazzgitarristen Charly Bird verbirgt; und den nicht minder wendigen Hubert Grunow, der den Biergarten des Dattenfelder Hofs mit seiner Version des populären Countrysongs „King of the road“ erfüllte.

Ihnen allen muss der Dank der BesucherInnen gelten! Ein Hinweis darf hier jedoch nicht fehlen: Wer je einmal ein professionelles Konzert organisiert hat, weiß, welch hohes Maß an Logistik, Knowhow und finanziellen Mitteln hinter einem solchen Ereignis steckt. Daher ist den Windecker Sommerabendkonzerten, einer Eigeninitiative Hubert Grunows, alle nur denkbare Unterstützung zu wünschen, sei es von öffentlicher wie privater Seite. Die des Publikums hat er schon … aber auch die treuer Sponsoren.  

Prof. Dr. Matthias Henke, Musikwissenschaftler 

L'amour est - bleu!

An diesem Abend im Rahmen der Sommerkonzerte von Dr. Hubert Grunow stimmte einfach alles. Ein warmer Sommerabend ging in eine laue Juninacht über. Ein französischer Abend sollte es werden. Wer die franz. Seele etwas kennt, der weiß , dass die Seele Frankreichs- La France profonde- immer  eine ländliche ist. So passte der gepflegte Gutshof mit schönen Blumen-arrangements wunderbar zum Thema.

Vor vielen Gästen brannten die  Gesangssolisten Birgit Harnisch, Lioba Grunow, Dr. Hubert Grunow und der Akkordeonsolist Alexander Pankov ein wahres Feuerwerk ab, immer eindrucksvoll und souverän begleitet am Piano von Hansmartin Kleine- Horst. Großen Beifall erhielt Alexander Pankov nicht nur bei der so passenden Begleitung der Musette Walzer, sondern auch mit eindrucksvollen Solostücken wie ‚Paris retour‘ und Tangostücken wie – ‚Tango pour Claude‘  und ‚La visite francaise‘. Eingestimmt wurden wir und jeder konnte mitsummen ‚Aux Champs-Elysées‘. Dann folgten, gesungen von Lioba Grunow, Interpretationen von E- Piaf, Soltani und Datin (Dans ma rue). Im Solo und im Duett brillierte Birgit Harnisch mit Hubert Grunow mit Titeln wie – Sous le ciel de Paris, Paris retour und ‚Je te veux‘. Vor der Pause erfuhren wir von den beiden, dass die Liebe nicht rot ist, sondern ‚L`amour est bleu‘. Großer Beifall.

Nach der Pause wurden wir verzaubert mit Melodien – bekannt und weniger bekannt- von J. Brel, Durand, Gilbert Bécaud, Lenoir  u.a., und so wurden wir entführt in das Leben und die Gefühle unserer liebenswerten Nachbarn. Es zogen die Chansons ‚La mer‘, ‚ Parlez-moi d`amour‘, ‚L`Important, c`est la rose‘ an uns vorbei. Und zum Ende bei den Duetten (Frau Harnisch, Hubert Grunow) ‚La vie en rose‘, ‚Chanson d‘ àmour‘ sowie dem Solo ( H .Grunow) von dem Leben am “Pigalle” bewegten sich nicht nur die Lippen der zahlreichen Besucher, sondern auch Arme, Beine und die Hüften.

Erst mit drei Zugaben wurden die Künstler in die Nachfeier entlassen. Die Genüsse des Abends konnten anschließend noch mit einem Glas Champagner verfeinert werden.     

Dr. Manfred Braun

Resonanzen 2014

Publikum auf Gutshof Wehner

Lieber Hubert,

du versorgst die Menschen im Windecker Land immer wieder mit wunderbarer Musik aus unterschiedlichen musikalischen Bereichen. Diesmal -open air - mit dem Swiss-German-Jazz-Project. Musikalische Spitzen-klasse! Jeder einzelne Musiker. Vor allem der Bassist und gleichzeitig Sänger, der 12 Jahre mit Paul Kuhn unterwegs war, und der Gitarrist, der alle plötzlich mit Blues auf der Mundharmonika überraschte. Kompliment an Hermi Stracke, die Musik passte total zu ihr. Thank you for the music! Diese tolle Truppe bitte nochmal holen! Liebe Grüße aus Waldbröl, Irène D.

"Jazzin'Fusion" im Dattenfelder Hof

Hallo Hubert,
hier noch ein kleiner Nachklang vom 27.07. lets swing im Dattenfelder Hof
Als erstes die vielleicht etwas negativere Bemerkung: Zu viele langsame Stücke hintereinander. Wir fanden die Stücke zwar gut, aber eine andere Abstimmung zwischen langsam - schnell und mittelschnell wäre etwas besser gewesen.

Aber sonst allererste Sahne!

Kleine Idee für nächstes Mal: Vielleicht können mit ausgelegten Liedtexten - zu bestimmten Songs -  die Anwesenden zum Mitsingen eingeladen werden. Könnte man ja mal ausprobieren.
Liebe Grüße
Hans und Doris Ottersbach

"rock-pop" mir Krista & Band

En francais

Am 22.06. verwandelte sich die Hofstelle Wehner in Hoppengarten dank der Gärtnerei Ückerseifer in einen Garten von Paris und bot eine herrliche Kulisse für den französischen Liederabend.

Das Saiteninstrument, das Akkordeon, wurde solistisch und Chanson-begleitend meisterhaft gespielt von Alexander Pankov. Lioba Grunow interpretierte 'L'accordéon' von Edith Piaf einfühlsam. Ihre Stimme einer Chansonette ließ den Geist der Piaf durch das Publikum wehen. Die Sopranistin Birgit Harnisch und der Tenor Hubert Grunow setzten ihre Akzente z. B. in Liedern wie 'Je te veux' (Harnisch) und 'Le métèque' (Grunow) sowie in ihren wunderbaren Duetten. Im Hintergrund, hochpräsent und unentbehrlich, der Pianist Hansmartin Kleine-Horst mit hohem Feingefühl und präziser Begleitung.

Für das begeisterte Publikum und die Künstler wurde die Sieg bei Hoppengarten für einige Stunden zur Seine.

C'est tout!  B.W.