"Hinweis: Wer je einmal ein professionelles Konzert organisiert hat, weiß, welch hohes Maß an Logistik, Knowhow und finanziellen Mitteln hinter einem solchen Ereignis steckt. Daher ist den Windecker Sommerabendkonzerten, einer Eigeninitiative Hubert Grunows, alle nur denkbare Unterstützung zu wünschen, sei es von öffentlicher wie privater Seite. Die des Publikums hat er schon … aber auch die treuer Sponsoren." Prof. Dr. Matthias Henke, Musikwissenschaftler (Siegen/W-Dattenfeld)

Resonanzen 2016

Träume, Schäume, Illusionen

Windecker Sommerabendkonzert atmete Zirkusluft

Dattenfeld (sc). Die Konzertreihe der "Windecker Sommerabendkonzerte" hatte das große Glück, mit einem Zirkuskonzert aufwarten zu können. Den Schauplatz bot der Zirkus Soluna, der eine Woche lang auf dem Schulhof der Dattenfelder Grundschule gastierte und mit den Schülern ein Zirkusprojekt vorbereitete. Der Windecker Tenor Hubert Grunow und eine hochkarätige Auswahl musikalischer Freunde durften das Zelt für ein Konzert nutzen und es mit musikalischen Träumen, Schäumen und Illusionen und einer gesanglichen Sensation auf Weltklasse-Niveau füllen.

In einer tollen Kombination fungierten der Eitorfer Bassist Jürgen Goldschmidt und der Schlagzeuger Klaus Esser sowie Hansmartin Kleine-Horst am Piano als ungewöhnliche Zirkus-"Kapelle". Mit dem Abba-Song "Thank you for the music" öffneten sie den Vorhang für Conférencier Grunow, der Lieder, die die Fantasie anregen und Wünschen Raum geben, für den Abend versprach. Sängerin Marianne Haupt ließ die einstige österreichische Kaiserin Sisi auferstehen mit "Ich gehör nur mir" aus dem Musical Elisabeth, hatte auch den Evergreen aus der Zirkuswelt "Oh, mein Papa" im Repertoire. Im Duett mit Grunow gab es mit "This is the moment" einen Abstecher zum Musical "Jekyll & Hyde". Grunow als Solist brauchte das Publikum zu "Ich war noch niemals in New York" zum Mitsingen gar nicht erst anzustacheln.

Eingebunden ins Programm waren auch drei Grundschülerinnen, die mit Jonglage und Akrobatik einen kleinen Vorgeschmack auf die zwei Tage später startenden Zirkusvorstellungen der Schule gaben. Komik und Frechheit brachte das Eitorfer Duo Strings2Voices im kessen Zusammenspiel aus ihrem Programm "Liebe, Hiebe, Seitenhiebe" mit in die Manege. Bassist Jürgen Goldschmidt und Partnerin und Sängerin Conny Oberhauser kabbelten sich zu "Es liegt was in der Luft" ebenso wie zum Marilyn Monroe-Song "I wanna be loved by you", zum Klassiker "Cinderella Rockefalla" von Abi und Esther Ofarim oder zum Mana Mana-Song aus der Sesamstraße.

Der unbestrittene Stern des Abends ging mit Lioba Grunow, Tochter des Windecker Tenors, auf. Was sie dem Publikum im kleinen beschaulichen Zirkuszelt auf dem Schulhof zu Gehör brachte, ist ein Talent, das auf die ganz großen Bühnen dieser Welt gehört. Anfang Juni ist sie von ihrer zehnmonatigen Ausbildung am "Musicaltheatre" an der New-York-Film-Academy zurückgekehrt. Die Prüfer waren hin und weg von ihrer Einstudierung als Seeräuber-Jenny eines Brecht-Songs und verliehen ihr in der Abschlussprüfung die Bestnote A. Was immer die Anfang Zwanzigjährige anstimmte, es wurde überdimensional groß. Nicht nur ihr warmes Timbre bezirzt, es sind die tiefen Emotionen, die in jedem Ton mitschwingen, der große Umfang ihrer Stimme und das gekonnte Unterstreichen mit schauspielerischer Begabung. Der Abba-Song "The winner takes ist all" glich bei Lioba Grunow dem "Cullinan", dem größten Rohdiamant der bisher gefunden wurde, und dessen Diamantstücke mit ihrem Glanz die britische Königskrone zieren. Die Sängerin ist ein Windecker Rohdiamant, bei dem es keiner wahrseherischen Fähigkeit bedarf, das dieser bald für die großen Bühnen entdeckt werden dürfte. Hinreißend verlängerten die vorzüglichen Instrumentalisten im Solo den Abba-Hit unter freudigem Gejohle und Pfeifen des Publikums.

Zum Finale fanden sich alle zu "One moment in time" ein, Schülerin Florentine schaukelte dazu auf dem Trapez. Der richtige Zirkusdirektor verpflichtete die Crew sofort fürs nächste Jahr, wenn der Zirkus in Eitorf gastieren wird.

Die nächsten Termine der Windecker- Sommerabendkonzerte finden sich unter: www.grunow-tenor.de/sommerabendkonzerte.

Öffnet externen Link in neuem FensterArtikel aus dem Extra-Blatt, Siegburg

13. Windecker Sommer-abend-konzerte 2016

 

Wenn jeder gibt, was er hat…

Sonntag, 12. Juni, 18 Uhr, 20er Jahre Lieder in Obernau (Bürgerhaus) mit „Triangeli“ Lioba und Hubert Grunow (Gesang, Mod.), Carola Pinder (Harfe). Dörte Behrens (Piano)

Sonntag, 19. Juni, 18 Uhr, Trinklieder bei Bernhard mit Carola Pinder, Hubert Grunow, Matthias Schippel (Piano), Gruppe „Zaitenpfeifer“ im Gutshof Wehner, Hoppengarten, bitte Campingstuhl mitbringen

Sonntag, 26. Juni, 19.30 Uhr, Clara und Robert Schumann-Konzert in Rossel mit Irmelin Sloman und Hubert Grunow (Gesang), Thomas Palm (Klavier) im Gesangsstudio Grunow

Mittwoch, 29. Juni, 19.30 Uhr, Zirkuskonzert im Zirkus Soluna, Dattenfeld (Grundschule). Mit Marianne Haupt, Conny Oberhauser und Jürgen Goldschmidt, Krista Schmitz, Lioba und Hubert Grunow (Gesang), Hansmartin Kleine-Horst (Piano), Klaus Esser (Drums) und Zirkuskindern. Bewirtung: Vinothek Windeck  

Sonntag, 03. Juli, 17.00 Uhr, Jazz'n'Bike im Dattenfelder Hof mit der Deutsch-Schweizer Jazzformation "Jazz'n Fusion"

Donnerstag, 07. Juli, 20.00 Uhr, Swing time in Burg Mauel mit Hansmartin Kleine-Horst und Hubert Grunow

Sonntag, 17. Juli, 19.30 Uhr, Klassik in St. Peter, Herchen, mit „Viva la voce“ Birgit Harnisch (Sopran), Dörte Behrens, Hubert Grunow, „Padafrage“ (Saxophonquartett, Rheinbach)

Sonntag, 24. Juli, 2016, 19.00 Uhr, Panorama-Volksliedkonzert auf der Wilhelmshöhe, in Rossel. Mit Carola Pinder, Dörte Behrens, Hubert Grunow, Laura Henn (Mod.), Hubert Heuser (Drehorgel), Bläserquintett des SBC, Uli Krämer (Akkordeon), „Deezekusener Schmettereulen“ (Mundart-Chor, Waldbröl). Bewirtung: Vinothek Windeck, bitte Campingstuhl mitbringen (bei Regen in der Reithalle)

Resonanzen 2016

20er Jahre - Lieder

Very groovy men!

Jazz'n'Bike im Dattenfelder Hof

Trinklieder -Konzert

Zünftig ging es beim Trinklieder-Konzert auf dem Gutshof Wehner in Hoppengarten zu. Bei den Trinkliedern handelt es sich natürlich nicht um Lieder der „schweren Gangart“. Nein, Trinklieder müssen auf der Stelle ins Ohr gehen und mitsingbar sein. Das haben viele über die Jahrhunderte bewiesen. Reflexionen auf Zeiten, Sitten und Gebräuche, Karikaturen gewisser Stände und viel Nonsens wird in ihnen besungen. Da geben sich Kaperfahrer, bärtige Gesellen, Studenten, Professoren, Lindenwirtinnen, Pastöre, Schneider, Generäle die Ehre. Es werden Himmel und Hölle bezwungen, Teufeln die Schwänze abgeschnitten und der Fährmann zu den ewigen Gefilden gnadenlos bestochen. Ein Lobgesang auf Bacchus löst den anderen ab. Und noch vor dem Lutherjahr holt man sich die Rechtfertigung vom Reformator: Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang. Und Narren sind wir nicht!                                                                                                Schön war’s in Hoppengarten. Gutgelaunte, frohgestimmte und immer singbereite Gäste machten es den Gruppen und Ensembles leicht. Die „Zaitenpfeifer“ rückten mit großem Instrumentarium und schönen Stimmen an. Der Windecker Tenor Hubert Grunow ließ sich von Harfenistin Carola Pinder und seinem Pianisten Matthias Schippel begleiten. Es war viel Witz und Gelächter in der Luft. Die Sonne schien und bestrahlte die Gesichter der Akteure im landwirtschaftlichen Ambiente. „Jetzt nehmen Sie einen Ohrwurm mit nach Hause!“(Frank Christgen). Und tatsächlich: Das gemeinsam zelebrierte Protestlied der 70er „Was wollen wir trinken sieben Tage lang?“ entfaltete genau diesen Effekt. (Mitteilungsblatt vom 24.06.2016)

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