10.09.2018 19:30

Papst Franziskus

Kategorie: Grunow Praxis Termine
Eine persönliche Annäherung an den geistlichen Bruder

 

 

KIWi Wissen präsentiert:

 

Papst Franziskus

 

Eine persönliche Annäherung an den geistlichen Bruder

 

Mit Dr. Hubert Grunow

 

am Montag, den 10.9.2018 um 19.30 Uhr bei kabelmetal,

Schönecker Weg 5 in 51570 Windeck-Schladern

 

Eintritt 7,50 €. KIWi Mitglieder 5.- €. Jugendliche unter 18 Jahren haben  freien Eintritt!

 

Ist denn etwa Karneval? – Nein, ist es gerade nicht. Bruder Franz legt keinen Wert auf rote Schühchen, eine hermelinbesetzte Pelerine (Oster- oder Wintermozetta), eine  - vor kurzem erst wieder eingeführte – hermelingefütterte päpstliche Kopfbedeckung (Camauro). Er verkehrt nicht nur vatikanintern oder international, nein, er tätigt seine Einkäufe - wie jeder von uns -  in der Stadt: Du findest ihn im Schuhladen oder beim Optiker … und immer im Gespräch mit Menschen, jungen wie alten. Seine „Residenz“ bezieht er im Gästehaus St. Martha. Dort isst er auch. Es muss nicht extra für ihn gekocht werden. Er braucht keine Extra-Wurst. Er ist ein Mann auf Augenhöhe. Bescheiden ist er, und er hat Humor, der manchen Kirchendienern doch sehr abgeht.
 
Keine Frage: Er polarisiert. Er verlässt die eingetretenen und für ihn vorgesehenen Pfade. Mit Vatikanlern und so einigen Bischöfen im Clinch, spricht er aus, was er denkt. Trifft Entscheidungen aus einem „normalen“ Menschenverstand heraus, die jeder nachvollziehen kann. Gibt längst fällige kuriale und priesterliche Privilegien auf. Kritisiert Teile des Vatikans als „Krebsgeschwür“. Baut die Vatikan-Bank um. Agiert im Missbrauchsskandal. Legt offen. Nimmt Rücktritte von Bischöfen entgegen. Ist besonnen. Verzichtet gekonnt auf die Verlängerung von (Arbeits-) Verträgen stolzer Amtsträger (s. Mt 23). Schickt niemanden mehr fort, der die Kommunion wünscht. Erkennt die eine Taufe als verbindendes Ereignis an. Das Leben ist größer als die Theologie.
 
Seine Liebe gilt nicht Plunder und Status. Das aggiornamento des „Papa Giovanni“, seines Konzilsvorgängers, hat er sich auf die Fahnen geschrieben und setzt es Zug um Zug um. Die Freude am Evangelium, die eindeutig jeder/jedem gilt, steht klar im Vordergrund. Nicht kirchliche Verwaltungsarbeit, Sorge um die Hierarchie - die allzu heilige, Konfessionsgezänk, inner- wie außerkirchlich oberflächliches Gepränge und luxusgesteuerter Lifestyle. Die Wirtschaft erinnert er an ihre ursprüngliche Aufgabe und stellt sich kompromisslos auf die Seite der Armen. Da die Botschaft Jesu eine Liebes- und Freudenbotschaft ist, dürfen weder Amtsträger noch Laien Gesichter "wie auf einer Beerdigung machen". Papst Franziskus reklamiert in seinen Schriften und mündlichen Botschaften den pfingstlich-frohen Feuereifer glutvoller (nicht blutleerer) Christen. Na, denn mal los!

 

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Dr. theol. Hubert Grunow: Gesprächsimpulse und Diskussionsleitung
 
Dr. Grunow ist Theologe, Philosoph , Pädagoge und Konzertsänger. 1995 hat sich der Bildungsreferent des Diözesan-Caritasverbandes, Köln, in Windeck selbständig gemacht und eine eigene Phil.-theol. Praxis eröffnet. In Anlehnung an die phil. Praxen geht es in seiner Beratung nicht hochtheoretisch, sondern lebenspraktisch zu. Zu ihm kommen Hochzeiter, Menschen mit existentiellen und spirituellen Fragen, mit Trauer und Eheproblemen. Er ist als Supervisor für die Kirchen tätig, führt Lehrveranstaltungen an Universitäten und Fachhochschulen durch. Ist langjähriger Referent mehrerer Bildungswerke. Burn-out-Prophylaxe und Gesundheit durch gute Gespräche und richtige Atmung verbinden den Geisteswissenschaftler mit dem Konzertsänger. Neben seiner regen Konzerttätigkeit – hier bekannt durch die Windecker Sommerabendkonzerte, die er mit seinem Klassikensemble Passepartout im 15. Jahr durchführt – unterrichtet er in zwei Jahren und 18 Workshops bei den „Berliner Lungentagen“ über 3000 Hausärzte und 400 Pneumologen, dann 200 Mitarbeiter der DiAG-MAV des Erzbistums Köln, 150 Malteser (national und international) und in diesem Jahr Lehrbeauftragte des DRK-Bundesverbands in Berlin. Sein Angebot beschreibt er selber am liebsten mit „Person & Stimme“.